Im ersten Schulhalbjahr beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Quer durch die Biologie“ (Jg. 7) intensiv mit der faszinierenden Welt der Wirbellosen und vertieften Ihr Wissen zu den Insekten und vor allem der Biene. Nun fanden dazu zwei spannende Praxisprojekte statt. Dabei standen sowohl die Entwicklung von Marienkäfern als auch ein spannender Besuch bei den Bienen im Mittelpunkt.
Vor einigen Wochen wurden Larven des Zweipunkt-Marienkäfers (Adalia bipunctata) bestellt und im Unterricht beobachtet. Besonders beeindruckend war, wie schnell die kleinen Larven wuchsen. Nach etwa zwei Wochen verpuppten sich die Tiere, bevor schließlich vor einer Woche die fertigen Marienkäfer schlüpften. Die Schülerinnen und Schüler konnten dadurch die sogenannte vollständige Metamorphose hautnah erleben – also die Entwicklung vom Ei über die Larve und Puppe bis hin zum ausgewachsenen Käfer. Nun wurden die Marienkäfer in die Natur entlassen.
Passend zum Thema Insekten außerdem eine Exkursion zu den Bienenstöcken auf der Wiese neben der Schule statt. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst wichtige Verhaltensregeln für den Umgang mit Bienen. Anschließend wurden mehrere Bienenkästen geöffnet. Besonders spannend war es, die Bienen aus nächster Nähe zu beobachten und sogar vorsichtig anfassen zu dürfen. Auch das Probieren von frischem Honig sorgte für Begeisterung.
Ein besonderes Highlight war das Auffinden der Bienenkönigin. Darüber hinaus entdeckten die Schülerinnen und Schüler auch eine sogenannte Varroamilbe (Varroa destructor). Diese kleine Milbe gilt als einer der größten Feinde der Honigbienen. Sie befällt die Bienen und ihre Brut, ernährt sich von ihnen und kann dabei Krankheiten übertragen sowie ganze Bienenvölker schwächen. Mittlerweile ist jedes Bienenvolk in Deutschland betroffen. Ziel ist es, den Befall in Grenzen zu halten.
Neben vielen interessanten Informationen über den Aufbau eines Bienenvolkes erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch, wie wichtig Bienen für unsere Natur und Landwirtschaft sind. Außerdem bekamen sie einen Einblick in die vielseitige Arbeit eines Imkers beziehungsweise einer Imkerin. Wir danken Frau Wolbring und Herrn Schäfer vom Imkerverein Burgwedel-Insernhagen e.V. für diese lehrreiche Exkursion.
Die beiden Projekte boten viele spannende Erfahrungen und ermöglichten es, biologische Zusammenhänge direkt in der Natur zu erleben.
(Bericht von A. Kühl)
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